Positive Auswirkungen des Krafttrainings 

Über viele Jahre dachte man bei Krafttraining sofort an Muskelprotze und leistungsorientiertes Bodybuilding. Gerade in den letzten Jahren hat sich dieses Denken aber grundsätzlich verändert.

Heute gilt: Krafttraining für alle – sowohl für Jugendliche, für Männer, für Frauen, für Senioren, bei Rückenbeschwerden, zum Körperfettabbau. Krafttraining fördert selbstverständlich, dass die Muskulatur des Körpers gestrafft wird. Jeder kann mit einem individuellen Krafttrainingsplan, der auf seine Altersklasse ausgerichtet ist, seine Ziele erreichen.

Wichtig dabei ist, dass dieser Trainingsplan unter kompetenter fachlicher Anleitung erstellt wird und unter fachlicher Anleitung trainiert wird. Dann wird Ihr Körper auch keinen Schaden nehmen. Krafttraining baut Reserven auf und hilft Ihnen Ihre Sportart bis ins hohe Alter auszuüben, hilft Schmerzen vorzubeugen und Sie können das Leben lange aktiv genießen.

1. Krafttraining für Senioren 

Sie möchten im Alter Sport treiben? Sie möchten lange mit Ihren Enkeln toben?

Wichtig ist, dass Sie mit gesundheitsorientiertem und Ihrem Alter entsprechendem Krafttraining trainieren. Viele Sportanbieter und Fitnessstudios haben auf die ältere Bevölkerung reagiert und das Sportangebot auf die Bedürfnisse älterer Menschen umgestellt. Hier wird auf die gesundheitlichen und präventiven Aspekte des Krafttrainings eingegangen.

Viele ältere Menschen laufen Gefahr durch Muskelabbau auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Gerade im Alter fällt das Aufstehen nach langem Sitzen, das Treppensteigen, das Tragen von Lasten, das Gehen und Stehen schwerer, doch diese Bewegungen benötigen Körperkraft. Zu einem großen Teil trägt sicherlich die im Alter zunehmende Bewegungsarmut dazu bei.

Ein gezieltes und spezielles Krafttraining kann hier dem Prozess des Muskelabbaus entgegen wirken, der Verlust der Muskelmasse wird gestoppt, im Gegenteil es kann neue Muskelmasse aufgebaut werden. Ihre Leistungsfähigkeit bleibt erhalten. Sie bleiben mobiler und aktiver. Ihre Körperhaltung, die Beweglichkeit und die Fähigkeit viele Aktivitäten des Alltags zu meistern, wird durch Krafttraining lange erhalten bleiben. Während untrainierte Senioren oft mit dem Tragen der Einkäufe bereits überlastet sind, können Sie mit einer kräftigen Muskulatur diese Alltagsbelastung problemlos meistern.

Die Sturzgefahr im höheren Alter wird durch trainierte Muskulatur minimiert. Stärkere Muskulatur, besonders im Bereich Ihrer Beine, gibt Ihnen Stand- und Gangstabilisation, Unebenheiten im Boden gleichen Sie beim Gehen aus, während es bei einer schwachen Muskulatur eher zu einem Sturz kommen kann.

2. Krafttraining – und trotzdem kein Muskelprotz 

Kein Freizeitsportler muss Angst haben, wie ein Bodybuilder auszusehen, wenn er Krafttraining macht. Hierzu ist jahrelanges Training und eine spezielle Ernährung nötig. Krafttraining wirkt sich positiv auf viele gesundheitliche Aspekte aus und ist heute ein fester Bestandteil aller fitness- und gesundheitsorientierter Trainingsprogramme. Jedes Krafttraining wird zwar zusätzliche Muskelmasse aufbauen, trotzdem werden Sie nicht das Aussehen eines Bodybuilders erreichen. Krafttraining als Gesundheits- und Fitnessprogramm hat lediglich den Effekt eines allmählichen Aufbaus von zusätzlicher Muskelmasse.

3. Mit Krafttraining bekommen Sie Ihr FETT weg 

Krafttraining zielt auf eine dauerhafte Reduktion von Körperfett ab. Muskeln verbrauen Energie. Mehr Muskeln verbrauen mehr Energie, da diese eine ständige Energieversorgung benötigen, sowohl in Ruhe als auch unter körperlicher Belastung. Mehr Muskelmasse bedeutet, dass der Energieverbrauch und die Stoffwechselaktivität erhöht ist. Bewegungsarmut, Diäten fördern den Abbau von Muskelmasse. Der Grundumsatz (der Verbrauch an Kalorien) sinkt bei Abnahme der Muskulatur, es kommt zu Übergewicht und Fetteinlagerungen. Dies ist ein "Teufelskreis". Regelmäßiges Krafttraining oder eine Kräftigung der Muskulatur trägt also auch dazu bei, das Körpergewicht bzw. den Fettgehalt im Körper zu kontrollieren.

4. Gesunder Rücken durch Krafttraining! 

Bei Rückenschmerzen sind oft die Muskeln zu schwach, Muskeln stabilisieren die Wirbelsäule. Sind die Rückenmuskeln nicht gut ausgebildet, treffen die Belastungen direkt auf die Wirbelsäule.

Eine starke Rückenmuskulatur wirkt wie ein aktiver Schutzpanzer!

Das Muskelaufbautraining für die Wirbelsäulenmuskulatur sollte ein moderates und angepasstes Krafttraining für den Bewegungsapparat sein, damit Rückenprobleme sich nach und nach minimieren. Bei chronischen Rückenschmerzen und damit verbundenen Rückenproblemen zeigen sich positive Erfolge nach einem gezielten muskulären Aufbautraining. Bei regelmäßigem Training kann eine deutliche Schmerzreduktion im Bereich der Lendenwirbelsäule erzielt werden und die Einnahme von Schmerzmitteln reduziert sich.

5. Schützen und schonen Sie alle Gelenke durch Muskeln 

Eine häufige Ursache von Gelenkbeschwerden sind zu schwache oder ungleich starke Muskeln. Krafttraining beeinflusst die Körperhaltung und die Körperstatik. In allen Körpergelenken herrschen muskuläre Balancen, die die Statik des Köpers, seine Haltung sichern. Sitzende Tätigkeiten führen zu einseitigen Beanspruchungen von wichtigen Muskelgruppen, die für die Stabilität benötigt werden. Das muskuläre Gleichgewicht wird gestört, es kommt zu Beweglichkeitsdefiziten und zu Muskelabschwächungen. Ein regelmäßiges Krafttraining kann diese bereits entstandenen muskulären Dysbalancen ausgleichen und die Muskeln wieder aufbauen. Mit zunehmender Muskelmasse werden auch wieder Sehnen, Knochen, Bänder, Gelenkknorpel und Gelenkkapseln gestärkt. Die Verbesserung der Körperhaltung/-statik und die Stärkung der gelenkumgebenden Muskeln bietet einen guten Schutz für Ihre Gelenke.

6. Krafttraining – Vorbeugung Osteoporose (Knochenschwund) 

Immer mehr Menschen leiden unter Osteoporose. Regelmäßiges Krafttraining kann durchaus Osteoporose vorbeugen. Ein regelmäßiges, systematisches Krafttraining kann die Knochendichte und den Mineralgehalt der Knochen erhöhen. Durch das Krafttraining kann der Knochenabbau verlangsamt werden, es kann sogar Knochenmasse wieder aufgebaut werden, da die unterschiedlichen Zug- und Druckbelastungen auf das Bewegungssystem sich positiv auf den Anpassungsprozess in Knochen auswirkt.

7. Krafttraining - positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem 

Wichtig für das Herz-Kreislaufsystem ist ein gesundes Ausdauertraining, aber auch Krafttraining wirkt sich positiv aus.

Ein verbesserter muskulärer Status bewirkt, dass Belastungen des täglichen Lebens den Organismus weniger beanspruchen. Ein moderates Krafttraining kann dazu beitragen, dass der Alltag sicherer und mit höherem Selbstvertrauen bewältigt werden kann. Die Gefahr einer kardialen Herzmuskelüberlastung durch Überforderung Ihrer Muskeln wird reduziert.

8. Körperliche Fitness = geistige Fitness 

Krafttraining fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern bewirkt eine bessere Durchblutung, ein gesteigertes Selbstbewusstsein und verursacht gute Laune. Muskeln, die arbeiten, steigern die Durchblutung – nicht nur im Körper – sondern auch im Gehirn. Krafttraining beeinflusst somit auch die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen. Außerdem steigern positive Erlebnisse das Selbstbewusstsein. Bewegung wirkt sich positiv auf die Psyche und die Stimmung des Menschen aus, dies ist in den Wintermonaten ist besonders wichtig.

9. Krafttraining – einseitiger Sport! 

Gegen dieses Vorurteil musste das Krafttraining lange kämpfen. Heute weiß man, dass dosiertes richtiges Krafttraining die Beweglichkeit verbessert, das Training hilft, die Kraft der Muskeln über die gesamte Bewegung zu nutzen.

10. Lieblingssport und Krafttraining 

Sie betreiben Ihren Lieblingssport regelmäßig – dann sollten Sie unbedingt Krafttraining als Ergänzung/Ausgleich ausführen, um einseitige Belastungen Ihrer Sportart auszugleichen.

Krafttraining sollte sportbegleitend oder sportartunterstützend betrieben werden. Neben der Leistungssteigerung in der betriebenen Sportart kann das Krafttraining gezielt die einseitigen Belastungen kompensieren, die aus vielen Freizeitsportarten (Tennis, Golf, Kegeln, Jogging, etc) resultieren.

11. Richtiges Krafttraining 

Ein gesundheitsorientiertes Krafttraining sollte langsam und individuell gesteigert werden, die Verletzungsgefahr sollte gering sein, die Gelenke sollten geschont werden.

  • Wichtig ist ein persönlicher Trainingsplan, der individuell auf Ihren Körper und Ihre Stärken und Schwächen ausgearbeitet wird.
  • Ihr individueller Trainingsplan für Ihre Muskelgruppen sollte weder unterfordern noch überfordern. Der Trainingsplan sollte anfangs so ausgelegt sein, dass schwache Muskeln aufgebaut werden, muskuläre Dysbalancen ausgeglichen werden.
  • Ihr Trainingsplan sollte in regelmäßigen Abständen vom Trainingsleiter überprüft und angepasst werden.
  • Wichtiger als schwere Gewichte ist ein regelmäßiges Training
  • Langsame und kontrollierte Bewegungen an Kraftmaschinen mit mäßigen Gewichten sollten Ihnen ein verletzungsfreies Training gewährleisten
  • Krafttraining in einem Fitnessstudio gibt Ihnen die Möglichkeit, regelmäßig trainieren zu können, Sie sind witterungsunabhängig und müssen sich an keine „festen Zeiten“ halten.
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